Welche Friedhöfe gibt es in Chemnitz?
Der Städtische Friedhof wurde am 28. April 1874 geweiht. Er besteht aus drei Teilen: der Erdbestattungsanlage an der Wartburgstraße (30,8 Hektar, 67 Abteilungen), dem Urnenhain an der Reichenhainer Straße (8,5 Hektar) und dem Friedhof am Richterweg, einer Gräberstätte für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Das Krematorium ging 1906 als erstes in Sachsen in Betrieb.
Dazu kommen zahlreiche evangelisch-lutherische Friedhöfe, etwa der Friedhof St. Nikolai an der Michaelstraße, der als ältester Stadtfriedhof gilt, der St. Michaelisfriedhof in Altchemnitz (angelegt 1878), der Schloßfriedhof, der St.-Andreas-Friedhof in Gablenz, der Matthäusfriedhof in Altendorf, der Trinitatisfriedhof in Hilbersdorf und der Stiftsfriedhof in Ebersdorf. Für sie ist die Friedhofsverwaltung der jeweiligen Kirchgemeinde zuständig.
Was gilt für Grabsteine auf dem Städtischen Friedhof Chemnitz?
Jedes Grabmal braucht die vorherige schriftliche Zustimmung des Friedhofs- und Bestattungsbetriebs. Die Maße sind je Grabart festgelegt.
- Antrag mit Entwurf im Maßstab 1:10 samt Angaben zu Material, Bearbeitung, Schrift und sicherheitsrelevanten Bauteilen. Die Zustimmung erlischt, wenn das Grabmal nicht binnen zwei Jahren steht.
- Für Grabmale, Einfassungen und Abdeckungen nur Naturstein, Holz und geschmiedetes oder gegossenes Metall. Abgedeckt werden darf höchstens ein Drittel der Grabfläche.
- Erdreihengrab: stehendes Grabmal bis 0,80 m, Einfassung 0,65 × 1,65 m. Urnenhain: stehend 0,60 bis 0,80 m hoch und bis 0,55 m breit, Steinfarbe nach Plan, Einfassung 0,60 × 0,80 m.
- In der Abteilung F21R sind nur allseitig handwerklich bearbeitete Grabmale erlaubt.
- Fundamentiert wird nach der Richtlinie des Bundesinnungsverbands des Steinmetzhandwerks (BIV).
Ein Holzkreuz oder eine naturlasierte Holztafel ist als Provisorium bis zu zwei Jahre nach der Beisetzung zulässig, muss aber angezeigt werden.
Bis wann muss ein Grab in Chemnitz hergerichtet sein?
Die Satzung verlangt, dass Erdgräber bis zehn Monate und Urnengräber bis sechs Monate nach der Beisetzung hergerichtet sind. Eine feste Wartezeit für den Grabstein nennt sie nicht. Steinmetzbetriebe brauchen für die Arbeit auf dem Städtischen Friedhof eine Zulassung, die jeweils für ein Kalenderjahr gilt und Qualifikation und Haftpflichtversicherung voraussetzt. Wie der Ablauf insgesamt aussieht, lesen Sie im Ratgeber Ablauf bis zum Grabmal. Betriebe für die Region Zwickau finden Sie auf der Seite Zwickau.
Welche Grabarten gibt es auf dem Städtischen Friedhof Chemnitz?
Neben Erdreihengräbern, Wahlgrabstellen und Randstellen bietet der Städtische Friedhof Urnenwahl- und Urnensonderstellen, ein Kolumbarium, pflegefreie Wiesen-Reihengräber, Baumgräber mit und ohne Namensnennung, Partnerschaftsgräber, ein Gemeinschaftsgrab für etwa zwölf Urnen mit gemeinsamem Grabmal und die „Grüne Wiese“ ohne Namensnennung. Ein eigener Grabstein kommt vor allem bei Reihen-, Wahl- und Sonderstellen infrage; bei Gemeinschaftsanlagen stellt der Friedhof das Grabmal.
Was kostet es in Chemnitz?
Eine eigene Preisquelle für Grabsteine in Chemnitz gibt es nicht; als Orientierung dienen die Spannen auf der Seite Kosten. Belegt sind die Gebühren des Städtischen Friedhofs: 43,40 Euro für die Genehmigung eines stehenden Steins einschließlich Überwachung der Standsicherheit, 33,40 Euro für einen Kissenstein (Gebührensatzung ab 01/2024).
Chemnitz und Umland im Überblick
- Einwohner Chemnitz
- 247.252
- Umland
- Landkreis Mittelsachsen, Erzgebirgskreis und Landkreis Zwickau
- Bundesland
- Sachsen
Chemnitz liegt im Erzgebirgsbecken im Südwesten Sachsens am gleichnamigen Fluss Chemnitz. Das Stadtgebiet grenzt an den Landkreis Mittelsachsen, den Erzgebirgskreis und den Landkreis Zwickau. Die Innenstadt wurde 1945 bei Luftangriffen zu rund 80 % zerstört. Trotzdem stammt mehr als die Hälfte des heutigen Gebäudebestands aus der Zeit vor 1950. Der Kaßberg, überwiegend zwischen 1870 und 1930 bebaut, gilt als eines der größten Gründerzeit- und Jugendstilviertel Deutschlands und steht seit 1991 mit rund 480 Bauten als Ensemble unter Denkmalschutz. Im Süden entstand ab 1974 das Plattenbaugebiet Fritz Heckert mit zeitweise rund 31.000 Wohnungen, von denen zwischen 1998 und 2009 etwa 11.000 abgerissen wurden.
Wir vermitteln Steinmetzbetriebe für Chemnitz und die umliegenden Orte, unter anderem Limbach-Oberfrohna, Hohenstein-Ernstthal, Flöha, Frankenberg/Sa., Burgstädt und Stollberg/Erzgeb.
Was Hausbesitzer in Chemnitz wissen sollten
- Kaßberg: Denkmalschutz als Ensemble seit 1991; Änderungen an Fassaden, Fenstern oder Dächern dort vorab mit der Denkmalschutzbehörde klären.
- Radon: Die Stadt Chemnitz ist kein Radonvorsorgegebiet, mehrere Umlandgemeinden aber schon, etwa Flöha, Augustusburg, Burkhardtsdorf und Thalheim/Erzgeb.
- Hochwasser: Beim Hochwasser im Juni 2013 war Chemnitz erheblich betroffen. Aktuelle Pegel und Hochwasserinformationen veröffentlicht das Landeshochwasserzentrum Sachsen.
Welche Steinmetzbetriebe kommen für Chemnitz infrage?
Für jede Anfrage wählen wir bis zu drei Steinmetzbetriebe aus Chemnitz und Umgebung aus, die zu Ihrem Vorhaben passen. Alle arbeiten in der Region, und wir kennen sie. Wir sagen Ihnen, wer sich bei Ihnen meldet.
Worauf Sie beim Angebot achten können
Diese Punkte können Sie beim Betrieb direkt erfragen:
- Eintragung in die Handwerksrolle für das zulassungspflichtige Handwerk Steinmetzen und Steinbildhauer (Anlage A Nr. 8 der Handwerksordnung)
- Fundamentierung und Befestigung nach dem Regelwerk der jeweiligen Friedhofssatzung (BIV-Richtlinie oder TA Grabmal), inklusive Dokumentation, wo die Satzung sie verlangt
- Erfahrung mit den Friedhöfen und Genehmigungsverfahren der jeweiligen Region
- Schriftliches Angebot mit getrennten Positionen für Stein, Inschrift, Einfassung, Fundament, Aufstellen und Gebühren
- Betriebshaftpflichtversicherung und Angaben zur Herkunft des Steins, in Brandenburg auf Verlangen des Friedhofs mit Nachweis nach § 34 BbgBestG
- Ruhige, respektvolle Beratung ohne Drängen und ohne Vertreterbesuche
Fragen Sie ruhig, gute Betriebe beantworten das gern.
Fragen aus Chemnitz
Wo wird ein Grabstein in Chemnitz genehmigt?
Für den Städtischen Friedhof beim Friedhofs- und Bestattungsbetrieb der Stadt Chemnitz an der Wartburgstraße. Für kirchliche Friedhöfe bei der Friedhofsverwaltung der Kirchgemeinde. Den Antrag bereitet in der Regel der Steinmetzbetrieb vor.
Darf ich im Urnenhain Chemnitz eine Einfassung setzen?
Die Satzung nennt für den Urnenhain eine Einfassung von 0,60 × 0,80 m. Welche Steinfarbe zulässig ist, richtet sich nach dem Plan der Abteilung. Fragen Sie vor dem Auftrag nach.
Gelten die städtischen Regeln auch auf kirchlichen Friedhöfen?
Nein. Auf Friedhöfen wie St. Nikolai oder dem Michaelisfriedhof gilt die Friedhofsordnung der Kirchgemeinde mit eigenen Maßen und Gebühren.
Was kostet die Genehmigung für einen Kissenstein in Chemnitz?
Laut Gebührensatzung des Städtischen Friedhofs 33,40 Euro. Für einen stehenden Stein sind es 43,40 Euro, darin ist die Überwachung der Standsicherheit enthalten.