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Grabsteine und Grabmale in Görlitz

Görlitz hat mit dem Städtischen Friedhof und dem Nikolaifriedhof zwei Friedhöfe von großer historischer Bedeutung. Für neue Grabmale gilt die Satzung des städtischen Eigenbetriebs.

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Kurz beantwortet

Der Städtische Friedhof Görlitz ist 28 Hektar groß, wurde 1847 angelegt und wird vom Eigenbetrieb Städtischer Friedhof verwaltet. Grabmale brauchen eine Genehmigung, die der ausführende Betrieb beantragt. Zulässig sind Naturstein, Holz und Metall; Standsicherheit und jährliche Prüfung richten sich nach der TA Grabmal. Die Genehmigung eines stehenden Steins kostet 103,15 Euro einschließlich jährlicher Kontrolle.

Welche Friedhöfe gibt es in Görlitz?

Der Städtische Friedhof liegt zwischen Nikolaivorstadt und Königshufen und besteht aus dem Alten und dem Neuen Friedhof. Er wurde 1847 angelegt und ist 28 Hektar groß. Das Krematorium entstand 1913 nach einem Entwurf von Heinrich Küster, der anonyme Urnenhain „Rosenbeet“ besteht seit 1968. Der Eigenbetrieb Städtischer Friedhof an der Schanze verwaltet außerdem den Friedhof Hagenwerder und den jüdischen Friedhof.

Der Nikolaifriedhof war bis 1847 der Hauptbegräbnisplatz der Stadt. Er gehört seit 1996 der Evangelischen Kulturstiftung Görlitz, hat rund 850 Grabmale und Epitaphe aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und das Grab von Jakob Böhme. Neue Grabstätten werden dort nicht vergeben; belegt werden nur noch bestehende Grüfte und Grufthäuser.

Was gilt für Grabsteine auf dem Städtischen Friedhof?

Genehmigungspflicht, Naturstein, Holz oder Metall, und mindestens die Hälfte der Grabfläche bleibt offen.

  • Den Antrag stellt die ausführende Firma im Namen des Berechtigten, mit Ansichten und Grundriss im Maßstab 1:10 und der konkreten Fundamentierung. Das Formular gibt es im Formularserver des Freistaats.
  • Die Zustimmung erlischt nach einem Jahr, bei Erdbestattung nach zwei Jahren.
  • Unzulässig sind Kunststoff, Terrazzo, Gips, Glas, Blech und Porzellan. Stehende Steine mindestens 0,12 m stark, außer Holz und Metall.
  • Mindestens die Hälfte der Grabfläche muss für Wasser und Luft offen bleiben.
  • In historischen Abteilungen gelten besondere Vorschriften; zusätzliche Vorschriften je Grabfeld sind im Lageplan der Verwaltung einsehbar.

Wie geht Görlitz mit historischen Grabmalen und der Standsicherheit um?

Künstlerisch oder geschichtlich wertvolle Grabmale sollen erhalten bleiben und dürfen nicht ohne Genehmigung verändert werden. Für Grabmale, über die der Friedhof verfügt, kann die Verwaltung Patenschaften vergeben. Für Erstellung, Abnahmeprüfung und jährliche Prüfung gilt die TA Grabmal in der Fassung vom Februar 2019; verantwortlich für den Zustand ist der Nutzungsberechtigte. Eine formale Zulassung für Betriebe gibt es nicht, verlangt wird aber, dass sie Fundamente nach TA Grabmal berechnen und die Standsicherheit messen und dokumentieren können. Provisorien aus Holz müssen spätestens zwei Jahre nach dem Sterbefall entfernt sein. Mehr zur Prüfung im Ratgeber Standsicherheit; Informationen für die Nachbarregion finden Sie unter Bautzen.

Welche Grabarten bietet der Städtische Friedhof Görlitz?

Neben Erd- und Urnenreihengräbern, Wahlgräbern und Urnengemeinschaftsanlagen gibt es Mauergräber, Themengrabanlagen mit Dauergrabpflegevertrag, Paargrabanlagen an Bäumen oder Mauern und Urnengräber an den Terrassenwänden im Urnenhain. Auch ein „Grab für Mensch und Tier“ ist möglich. Auf dem Friedhof Hagenwerder werden Erdreihengräber, Erd- und Urnenwahlgräber und eine Urnengemeinschaftsanlage angeboten.

Was kostet es in Görlitz?

Eine Görlitzer Preisquelle für Grabsteine gibt es nicht; die Spannen auf der Seite Kosten dienen als Orientierung. Laut Gebührensatzung 2022 kostet die Genehmigung einschließlich jährlicher Standsicherheitskontrolle 103,15 Euro für einen Stehstein, 65,68 Euro für ein Holzgrabmal oder eine Grabplatte und 18,81 Euro für einen Liegestein oder eine Einfassung. Das Wiederaufstellen nach einer Inschrifterneuerung kostet 23,51 Euro.

Görlitz & Landkreis: die Region im Überblick

Einwohner Görlitz
55.065
Landkreis
Landkreis Görlitz
Einwohner Landkreis
rund 242.000
Bundesland
Sachsen

Görlitz liegt in der Oberlausitz am Westufer der Lausitzer Neiße, die seit 1945 die Grenze zu Polen bildet. Die Stadt ist Sitz des Landkreises Görlitz. Görlitz blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstört: 37 Häuser wurden zerstört, je nach Quelle 78 bis 89 teils schwer beschädigt. Die Altstadt mit spätgotischen, Renaissance- und Barockbauten ist von ausgedehnten Gründerzeitvierteln umgeben, vor allem südlich der Altstadt. Die Stadt zählt nach eigenen Angaben rund 3.600 Einzeldenkmale und gilt als größtes zusammenhängendes Flächendenkmal Deutschlands. Plattenbauten stehen vor allem in Königshufen, das ab 1975 in WBS-70-Bauweise entstand.

Wir vermitteln Steinmetzbetriebe für Görlitz und die umliegenden Orte, unter anderem Löbau, Niesky, Zittau, Reichenbach/O.L., Markersdorf und Schöpstal.

Was Hausbesitzer in Görlitz wissen sollten

  • Denkmalschutz: Bei rund 3.600 Einzeldenkmalen sollten Eigentümer von Altbauten vor Arbeiten an Fassade, Dach oder Fenstern klären, ob ihr Haus in der Denkmalliste steht.
  • Hochwasser: Im August 2010 stieg die Neiße in Görlitz auf über 7 m, ein Vielfaches des mittleren Wasserstands, und richtete Schäden in ufernahen Vierteln an.
  • Radon: Görlitz und der Landkreis Görlitz gehören nicht zu den sächsischen Radonvorsorgegebieten.

Welche Steinmetzbetriebe kommen für Görlitz infrage?

Für jede Anfrage wählen wir bis zu drei Steinmetzbetriebe aus Görlitz und Umgebung aus, die zu Ihrem Vorhaben passen. Die Namen erfahren Sie, bevor Ihre Kontaktdaten weitergehen. Das prüfen wir bei jedem Betrieb:

  • Eintragung in die Handwerksrolle für das zulassungspflichtige Handwerk Steinmetzen und Steinbildhauer (Anlage A Nr. 8 der Handwerksordnung)
  • Fundamentierung und Befestigung nach dem Regelwerk der jeweiligen Friedhofssatzung (BIV-Richtlinie oder TA Grabmal), inklusive Dokumentation, wo die Satzung sie verlangt
  • Erfahrung mit den Friedhöfen und Genehmigungsverfahren der jeweiligen Region
  • Schriftliches Angebot mit getrennten Positionen für Stein, Inschrift, Einfassung, Fundament, Aufstellen und Gebühren
  • Betriebshaftpflichtversicherung und Angaben zur Herkunft des Steins, in Brandenburg auf Verlangen des Friedhofs mit Nachweis nach § 34 BbgBestG
  • Ruhige, respektvolle Beratung ohne Drängen und ohne Vertreterbesuche

Fragen aus Görlitz

Wer stellt in Görlitz den Grabmalantrag?

Die Firma, die das Grabmal anfertigt, im Namen des Berechtigten. Sie brauchen den Antrag also nicht selbst auszufüllen.

Kann ich auf dem Nikolaifriedhof ein neues Grabmal setzen lassen?

In der Regel nicht. Der Nikolaifriedhof wird seit 1847 nur noch in bestehenden Grüften und Grufthäusern belegt. Neue Grabstätten entstehen auf dem Städtischen Friedhof.

Was kostet eine neue Inschrift in Görlitz an Gebühren?

Für das Wiederaufstellen eines Grabmals nach der Inschrifterneuerung nennt die Gebührensatzung 23,51 Euro. Die Kosten der Schrift selbst berechnet der Betrieb.

Wie lange sind die Ruhezeiten in Görlitz?

Laut Satzung 25 Jahre für Erdbestattungen und 20 Jahre für Urnen. Die Nutzungszeit der Wahlgräber beträgt 25 Jahre.

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