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Grabmale und Grabsteine in Zwickau

Zwickau hat vier städtische Friedhöfe und zahlreiche Friedhöfe der Kirchgemeinden in den Ortsteilen. Die städtische Satzung legt genaue Maße für jede Grabart fest.

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Kurz beantwortet

In Zwickau betreibt das Garten- und Friedhofsamt den Hauptfriedhof, den Paulusfriedhof und die Friedhöfe Eckersbach und Pölbitz. Jedes Grabmal braucht dort die vorherige Zustimmung der Friedhofsverwaltung; die Satzung nennt Höchstmaße je Grabart, etwa 1,00 × 0,45 m für einen stehenden Stein auf dem Erdreihengrab. Die Genehmigung kostet 23 Euro netto, dazu kommt eine Gebühr für die Standfestigkeitsprüfung.

Welche Friedhöfe gibt es in Zwickau?

Der Hauptfriedhof an der Crimmitschauer Straße ist seit November 1865 in Nutzung und wurde im Spätsommer 1866 eingeweiht; hier liegen auch das Krematorium und die Friedhofsverwaltung. Weitere städtische Friedhöfe sind der Paulusfriedhof (angelegt 1866), der Friedhof Pölbitz (1873), auf dem als einzigem Baumbestattungen angeboten werden, und der Friedhof Eckersbach (1898). Die Stadt betreut außerdem den verwaisten jüdischen Friedhof.

Kirchliche Friedhöfe liegen unter anderem in Auerbach, Bockwa (Matthäusfriedhof), Cainsdorf, Crossen, Mosel, Planitz, Rottmannsdorf, Schlunzig und Weißenborn (Johannisfriedhof). Dort gilt die Ordnung der jeweiligen Kirchgemeinde.

Welche Maße gelten für Grabsteine auf den städtischen Friedhöfen?

Die Zwickauer Satzung legt Höchstmaße für stehende Grabmale je Grabart und Mindeststärken fest.

Stehende Grabmale, Höhe × Breite (Auszug)
GrabartHöchstmaß
Urnenreihengrab0,60 × 0,35 m
Urnenwahlgrab0,70 × 0,35–0,40 m
Urnensonderstelleklein 0,90 × 0,45 m, groß 1,50 × 0,50 m
Erdreihengrab1,00 × 0,45 m
Erdwahlgrab einzeln1,10 × 0,50 m

Quelle: Friedhofssatzung Zwickau, Fassung ab 01.01.2025, § 22.

Stehende Steine müssen bis 0,70 m Höhe mindestens 12 cm stark sein, bei 1,00 m Höhe 16 cm. Liegende Platten sind auf Urnengräbern bis 0,40 × 0,40 m zulässig. Einfassungen sind erlaubt, auf Erdgräbern bis 1,70 × 0,70 m, aus Naturmaterial oder demselben Material wie das Grabmal. Fundamentiert wird nach den BIV-Richtlinien.

Wie läuft die Genehmigung in Zwickau?

Dem Antrag an die Friedhofsverwaltung liegt ein Entwurf im Maßstab 1:10 mit Material, Bearbeitung, Schrift und Fundamentierung bei. Die Zustimmung erlischt nach zwei Jahren. Ein Provisorium aus Holz ist bis zu zwei Jahre zulässig. Erdgräber sollen bis zehn Monate, Urnenstellen bis drei Monate nach der Bestattung hergerichtet sein. Steinmetzbetriebe brauchen eine Zulassung, die jeweils bis zum Jahresende gilt. Die Grabarten reichen vom Urnenreihengrab über die Gemeinschaftsanlagen „An der Mauer“ und „Oase des Friedens“ bis zum Kolumbarium „Alte Redehalle“. Für Plauen und das Vogtland gibt es eine eigene Seite: Plauen.

Wie wird die Standfestigkeit in Zwickau geprüft?

Die Satzung verlangt, dass Grabmale der Unfallverhütungsvorschrift der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau entsprechen. Für stehende Grabsteine erhebt die Stadt eine eigene Gebühr für die Standfestigkeitsprüfung, gestaffelt nach der Dauer des Nutzungsrechts. Wird ein Stein beanstandet, kostet die Bearbeitung 34 Euro; das Befestigen selbst übernimmt ein zugelassener Betrieb. Mehr dazu im Ratgeber Standsicherheit.

Was kostet es in Zwickau?

Für Zwickau gibt es keine eigene Preisquelle für Grabsteine; die Spannen auf der Seite Kosten dienen als Orientierung. Laut Gebührensatzung (ab 01/2025, netto) kostet die Grabmalgenehmigung 23 Euro, die Standfestigkeitsprüfung stehender Steine 5 Euro bei 10 und 10,50 Euro bei 20 Jahren Nutzungsrecht. Muss nach einer Beanstandung nachgearbeitet werden, fallen 34 Euro Bearbeitungsgebühr an.

Zwickau und Landkreis im Überblick

Einwohner Zwickau
86.405
Landkreis
Landkreis Zwickau
Einwohner Landkreis
rund 304.000
Bundesland
Sachsen

Zwickau liegt in einem breiten Tal der Zwickauer Mulde in Westsachsen, am Rand des Westerzgebirges. Die Stadt ist Sitz des Landkreises Zwickau. Um die Altstadt entstanden in der Gründerzeit Viertel wie die Nordvorstadt und die Bahnhofsvorstadt. Größtes Plattenbaugebiet ist Eckersbach: Die Abschnitte E 1 bis E 4 mit rund 4.175 Wohnungen wurden 1959 bis 1973 gebaut, der Abschnitt E 5 mit rund 8.000 Wohnungen von 1982 bis 1988. Ein weiteres Plattenbaugebiet ist Neuplanitz. Rund 600 Jahre Steinkohlenbergbau haben den Untergrund der Stadt geprägt.

Wir vermitteln Steinmetzbetriebe für Zwickau und die umliegenden Orte, unter anderem Werdau, Crimmitschau, Glauchau, Lichtenstein, Wilkau-Haßlau und Kirchberg.

Was Hausbesitzer in Zwickau wissen sollten

  • Bergbaufolgen: Der Steinkohlenbergbau wurde 1978 eingestellt. Senkungen und später Hebungen des Bodens verursachten Schäden am Dom St. Marien; bei Altbauten lohnt ein Blick auf frühere Bergschäden.
  • Radon: Die Stadt Zwickau ist kein Radonvorsorgegebiet, die Nachbarorte Wilkau-Haßlau, Kirchberg, Hirschfeld und weitere Gemeinden im Landkreis aber schon.
  • Hochwasser: Beim Hochwasser 2013 wurde der Ortsteil Schlunzig an der Zwickauer Mulde evakuiert.

Welche Steinmetzbetriebe kommen für Zwickau infrage?

Für jede Anfrage wählen wir bis zu drei Steinmetzbetriebe aus Zwickau und Umgebung aus, die zu Ihrem Vorhaben passen. Alle arbeiten in der Region, und wir kennen sie. Wir sagen Ihnen, wer sich bei Ihnen meldet.

Worauf Sie beim Angebot achten können

Diese Punkte können Sie beim Betrieb direkt erfragen:

  • Eintragung in die Handwerksrolle für das zulassungspflichtige Handwerk Steinmetzen und Steinbildhauer (Anlage A Nr. 8 der Handwerksordnung)
  • Fundamentierung und Befestigung nach dem Regelwerk der jeweiligen Friedhofssatzung (BIV-Richtlinie oder TA Grabmal), inklusive Dokumentation, wo die Satzung sie verlangt
  • Erfahrung mit den Friedhöfen und Genehmigungsverfahren der jeweiligen Region
  • Schriftliches Angebot mit getrennten Positionen für Stein, Inschrift, Einfassung, Fundament, Aufstellen und Gebühren
  • Betriebshaftpflichtversicherung und Angaben zur Herkunft des Steins, in Brandenburg auf Verlangen des Friedhofs mit Nachweis nach § 34 BbgBestG
  • Ruhige, respektvolle Beratung ohne Drängen und ohne Vertreterbesuche

Fragen Sie ruhig, gute Betriebe beantworten das gern.

Fragen aus Zwickau

Wer ist in Zwickau für die Grabmalgenehmigung zuständig?

Das Garten- und Friedhofsamt der Stadt Zwickau, Sachgebiet Verwaltung, an der Crimmitschauer Straße 45. Für kirchliche Friedhöfe die jeweilige Kirchgemeinde.

Darf ich in Zwickau eine Einfassung setzen?

Auf den städtischen Friedhöfen ja, in den Maßen der Satzung: auf Urnengräbern 0,80 bis 1,00 × 0,60 m, auf Erdgräbern 1,70 × 0,70 m, jeweils aus Naturmaterial oder dem Material des Grabmals.

Wie lange gilt die Genehmigung?

Zwei Jahre. Wird das Grabmal in dieser Zeit nicht aufgestellt, muss neu beantragt werden.

Wo sind in Zwickau Baumbestattungen möglich?

Laut Stadt nur auf dem Friedhof Pölbitz. Ob und welche Namensangabe dort möglich ist, erfahren Sie bei der Friedhofsverwaltung.

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Wenn Sie so weit sind

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