Welche Friedhöfe gibt es in Plauen?
Der Hauptfriedhof im Stadtteil Reusa ist ein Wald- und Parkfriedhof von 28 Hektar. Er wird seit dem 1. Februar 1918 genutzt und wurde von Stadtbaurat Wilhelm Goette geplant; am selben Tag eröffnete das Krematorium. Die Anlage steht als Ganzes unter Denkmalschutz. Zweiter kommunaler Friedhof ist der Friedhof Kauschwitz mit Mauerstellen und einem Gemeinschafts-Wandgrab. Beide verwaltet die Friedhofsverwaltung der Stadt Plauen an der Kleinfriesener Straße, die auch Online-Anträge anbietet.
Daneben gibt es den Friedhof I der evangelisch-lutherischen Gottesackergemeinde, geweiht 1866 und 6,78 Hektar groß. Dort gilt die kirchliche Friedhofsordnung.
Welche Grabmale sind auf dem Hauptfriedhof erlaubt?
Plauen gehört zu den Städten mit den genauesten Gestaltungsregeln in unseren Regionen.
- Nur Naturstein; Holz und Metall, wenn ein zugelassener Fachbetrieb sie fertigt. Beton, Terrazzo, Keramik, Kunststoff, Glas und Porzellan sind unzulässig.
- Grundsätzlich unzulässig sind findlingsähnliche, unbearbeitete und bruchraue sowie grellweiße und tiefschwarze Steine. Politur nur für Schrift und Ornamente.
- Auf dem Hauptfriedhof keine Gold- oder Silberschrift, keine Tafeln aus Porzellan, Emaille, Glas, Kunststoff oder Metall und keine Lichtbilder; QR-Codes nur unter Auflagen.
- Maße auf dem Hauptfriedhof, zum Beispiel: Erdreihengrab stehend 90 bis 100 cm hoch und 35 bis 45 cm breit, Urnenwahlstelle stehend 65 bis 75 cm hoch.
- Einfassungen aus Stein oder Metall sind auf dem Hauptfriedhof nicht zulässig. In Kauschwitz sind Natursteineinfassungen bis 15 cm über Flur erlaubt.
Stehende Steine müssen bis 70 cm Höhe mindestens 12 cm, bis 100 cm 14 cm und darüber 16 cm stark sein.
Wie läuft die Genehmigung in Plauen?
Den Antrag stellt der beauftragte Gewerbetreibende mit Zeichnung im Maßstab 1:10 oder bemaßt, Angaben zu Fundament, Material, Farbe und Oberfläche sowie einer Schriftprobe. Die Zustimmung erlischt nach einem Jahr. Grundlage für die Standsicherheit ist die TA Grabmal; die Stadt prüft jährlich. Betriebe brauchen eine Zulassung für bis zu drei Jahre mit Meisterprüfung oder Eintragung in die Handwerksrolle. Ein Holzkreuz bis 1,00 m Höhe ist ohne Zustimmung bis zu 18 Monate erlaubt. Urnengräber sind binnen sechs Monaten herzurichten. Mehr zur Prüfung im Ratgeber Standsicherheit; Betriebe im Raum Zwickau finden Sie unter Zwickau.
Welche Grabarten gibt es auf den Plauener Friedhöfen?
Die Satzung unterscheidet Reihengrabstellen, Erdwahl-, Erdgarten- und Erdparkstellen, Urnenwahl-, Urnengarten- und Urnenparkstellen sowie Mauerstellen in Kauschwitz. Hinzu kommen Pflegegrabanlagen, ein Urnenpark mit Baum- und Strauchbestattung, eine Erd-Rasen-Gemeinschaftsanlage für Sargbestattungen und eine muslimische Gemeinschaftsgrabanlage. Grabmalanträge lassen sich bei der Stadt auch online stellen.
Was kostet es in Plauen?
Eine Plauener Preisquelle für Grabsteine gibt es nicht; die Spannen auf der Seite Kosten dienen als Orientierung. Belegt sind die Gebühren der Stadt: 95 Euro für die Zustimmung zu einem stehenden Grabmal einschließlich jährlicher Standfestigkeitsprüfung, 40 Euro für ein liegendes Grabmal (Gebührensatzung, Änderung in Kraft seit 08/2025). Weil Einfassungen auf dem Hauptfriedhof nicht erlaubt sind, entfällt dort dieser Kostenposten.
Plauen und Landkreis im Überblick
- Einwohner Plauen
- 64.893
- Landkreis
- Vogtlandkreis
- Einwohner Landkreis
- rund 216.000
- Bundesland
- Sachsen
Plauen liegt an der Weißen Elster im Mittelvogtländischen Kuppenland im Südwesten Sachsens. Die Stadt ist Sitz des Vogtlandkreises und grenzt an Thüringen. Mit der Spitzenindustrie wuchs Plauen im 19. Jahrhundert stark; in dieser Zeit entstanden die Gründerzeitviertel Bahnhofsvorstadt und Ostvorstadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu etwa 75 % zerstört. In der DDR-Zeit entstanden Plattenbaugebiete, unter anderem in Chrieschwitz und im Mammengebiet.
Wir vermitteln Steinmetzbetriebe für Plauen und die umliegenden Orte, unter anderem Oelsnitz/Vogtl., Reichenbach im Vogtland, Auerbach/Vogtl., Treuen, Weischlitz und Pöhl.
Was Hausbesitzer in Plauen wissen sollten
- Radon: Die Stadt Plauen ist kein Radonvorsorgegebiet. Im Vogtlandkreis sind aber 21 Gemeinden festgelegt, darunter Treuen, Theuma, Adorf/Vogtl. und Auerbach/Vogtl.
- Kriegszerstörung: Etwa 75 % der Stadt wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Bei Häusern in der Innenstadt lohnt deshalb ein Blick auf das tatsächliche Baujahr, denn Vorkriegs- und Wiederaufbaubauten stehen dort nebeneinander.
Welche Steinmetzbetriebe kommen für Plauen infrage?
Für jede Anfrage wählen wir bis zu drei Steinmetzbetriebe aus Plauen und Umgebung aus, die zu Ihrem Vorhaben passen. Alle arbeiten in der Region, und wir kennen sie. Wir sagen Ihnen, wer sich bei Ihnen meldet.
Worauf Sie beim Angebot achten können
Diese Punkte können Sie beim Betrieb direkt erfragen:
- Eintragung in die Handwerksrolle für das zulassungspflichtige Handwerk Steinmetzen und Steinbildhauer (Anlage A Nr. 8 der Handwerksordnung)
- Fundamentierung und Befestigung nach dem Regelwerk der jeweiligen Friedhofssatzung (BIV-Richtlinie oder TA Grabmal), inklusive Dokumentation, wo die Satzung sie verlangt
- Erfahrung mit den Friedhöfen und Genehmigungsverfahren der jeweiligen Region
- Schriftliches Angebot mit getrennten Positionen für Stein, Inschrift, Einfassung, Fundament, Aufstellen und Gebühren
- Betriebshaftpflichtversicherung und Angaben zur Herkunft des Steins, in Brandenburg auf Verlangen des Friedhofs mit Nachweis nach § 34 BbgBestG
- Ruhige, respektvolle Beratung ohne Drängen und ohne Vertreterbesuche
Fragen Sie ruhig, gute Betriebe beantworten das gern.
Fragen aus Plauen
Wann kann in Plauen der Grabstein auf ein Erdgrab?
Die Satzung sieht zunächst ein Grabprovisorium vor. Hergerichtet wird ein Erdgrab frühestens 9 und spätestens 18 Monate nach der Bestattung. In diesem Rahmen setzt der Betrieb auch den Stein.
Ist ein schwarzer Granit auf dem Hauptfriedhof erlaubt?
Tiefschwarze und grellweiße Steine sind nach den Richtlinien der Satzung grundsätzlich unzulässig. Lassen Sie sich vom Betrieb Gesteine zeigen, die den Vorgaben entsprechen.
Kann ich den Antrag selbst stellen?
In Plauen stellt der beauftragte Gewerbetreibende den Antrag. Sie beauftragen also einen zugelassenen Betrieb, der die Unterlagen einreicht.
Gibt es auf dem Hauptfriedhof Gräber ohne eigenen Grabstein?
Ja, zum Beispiel die Urnengemeinschaftsanlagen „Rosen“ und „Grüne Wiese“, den Urnenpark mit Baum- und Strauchbestattung und Pflegegrabanlagen. Welche Namensangaben dort möglich sind, erfahren Sie bei der Friedhofsverwaltung.