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Grabsteine für Einzel-, Doppel- und Familiengräber

Ein Grabstein begleitet ein Grab über die gesamte Ruhezeit. Hier lesen Sie, welche Formen es gibt, womit Sie bei den Kosten rechnen können und was vor dem Aufstellen zu klären ist.

Stand 26.09.2026 · Redaktion Heimatprofi · verantwortlich: Serghei Nebesnii

Kurz beantwortet

Ein stehender Grabstein für ein Einzelgrab kostet laut aktuellen Kostenübersichten meist 1.500–4.000 Euro, für ein Doppelgrab 2.500–7.000 Euro. Inschrift, Transport, Aufbau und die Genehmigungsgebühr des Friedhofs kommen je nach Angebot hinzu. Bei Erdgräbern wird der Stein erst gesetzt, wenn sich der Boden gesetzt hat, und immer erst nach Genehmigung durch die Friedhofsverwaltung.

Welche Grabsteinformen gibt es?

Die Form hängt von der Grabgröße, der Satzung des Friedhofs und dem persönlichen Wunsch ab. Häufig sind:

  • Stehender Grabstein (Breitstein oder Hochformat) auf einem Sockel oder direkt auf dem Fundament. Die klassische Form für Einzel- und Doppelgräber.
  • Stele: schmal und hoch, oft mit schlichter Schrift. Passt auch auf kleinere Grabstellen.
  • Findling oder Felsen: naturbelassene oder nur teilweise bearbeitete Steine, die Schrift sitzt auf einer geglätteten Fläche.
  • Liegende Platte oder Kissenstein: flach auf dem Grab. Auf Rasengräbern oft die einzige erlaubte Form.
  • Mehrteilige Anlagen mit Stein, Einfassung und Abdeckplatte, vor allem bei Familiengräbern.

Welche Maße erlaubt sind, regelt die Friedhofssatzung. In Abteilungen mit besonderen Gestaltungsvorschriften gelten oft engere Grenzen als in allgemeinen Abteilungen.

Polierte Granitplatte und Meißel auf einer Werkbank in einer Steinmetzwerkstatt
Symbolbild

Was kostet ein Grabstein für ein Einzel- oder Doppelgrab?

Für Einzelgräber nennen aktuelle Übersichten 1.500–4.000 Euro, für Doppelgräber 2.500–7.000 Euro, jeweils für den Stein selbst.

Richtwerte für stehende Grabsteine
GrabartAllianz (08/2026)Kostenlupe (07/2026)
Einzelgrab1.500–4.000 €1.500–3.500 €
Doppelgrab2.500–7.000 €3.000–6.000 €
Stele1.000–3.000 €keine Angabe

Stand 09/2026. Orientierungswerte, keine Festpreise. Quellen siehe unten.

Den größten Einfluss haben Größe und Gestein, danach die Schrift und besondere Bearbeitungen wie Ornamente oder Bronzeteile. Die vollständige Aufstellung mit Nebenkosten und einer Beispielrechnung finden Sie unter Kosten.

Welches Gestein eignet sich?

Granit ist sehr hart, witterungsfest und pflegeleicht. Sandstein und Kalkstein sind weicher, wirken warm und natürlich, altern aber sichtbarer und setzen eher Moos an. Marmor ist edel, im Freien aber empfindlicher. Viele Satzungen schließen bestimmte Materialien wie Kunststoff oder Glas als Hauptmaterial aus. Einen Vergleich der Gesteine, auch aus Sachsen, lesen Sie im Ratgeber Grabstein-Materialien.

Wann darf der Grabstein auf ein Erdgrab gesetzt werden?

Erst wenn sich das Erdreich gesetzt hat, sonst kann das Fundament absacken und der Stein kippen.

Das dauert oft mehrere Monate. Die Satzungen nennen meist keine feste Wartezeit; in Plauen etwa wird ein Erdgrab frühestens 9 Monate nach der Bestattung hergerichtet. Den Auftrag können Sie trotzdem vorher erteilen: Entwurf, Genehmigung und Anfertigung brauchen ohnehin einige Wochen. So steht der Stein bereit, wenn der Boden tragfähig ist. Mehr dazu im Ratgeber Ablauf bis zum Grabmal.

Was übernimmt der Steinmetzbetrieb?

  • Beratung zu Form, Gestein, Schrift und Symbolen, oft mit Besichtigung der Grabstelle
  • Zeichnung und Genehmigungsantrag bei der Friedhofsverwaltung
  • Anfertigung und Beschriftung in der Werkstatt
  • Fundament, Aufstellen und Befestigen nach dem Regelwerk, das die Satzung nennt (BIV-Richtlinie oder TA Grabmal)
  • auf Wunsch später Nachbeschriftung, Reinigung oder Befestigung

Das Steinmetzhandwerk ist zulassungspflichtig. Wir nennen Ihnen Steinmetzbetriebe aus der Region, mit denen wir zusammenarbeiten. Wie die Vermittlung abläuft, steht unter So funktioniert es. Wenn Sie so weit sind, können Sie uns Ihre Anfrage schicken.

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Häufige Fragen

Wie groß darf ein Grabstein sein?

Das legt die Satzung Ihres Friedhofs fest, oft getrennt nach Grabart und Abteilung. Die Friedhofsverwaltung oder der Steinmetzbetrieb kann Ihnen die Maße für Ihre Grabstelle nennen.

Kann ich bei einem Doppelgrab zunächst nur einen Namen anbringen lassen?

Ja, das ist üblich. Der zweite Name wird später in der Werkstatt oder vor Ort ergänzt. Planen Sie dafür bei der Gestaltung ausreichend Platz ein.

Wie lange dauert die Anfertigung?

Das hängt von Stein, Bearbeitung und Auslastung des Betriebs ab. Zusammen mit der Genehmigung sollten Sie mit mehreren Wochen rechnen. Fragen Sie im Angebot nach dem voraussichtlichen Termin.

Muss ich den Grabstein selbst genehmigen lassen?

Antragsteller ist nach vielen Satzungen der Nutzungsberechtigte des Grabes. In der Praxis bereitet der Steinmetzbetrieb den Antrag mit Zeichnung vor und reicht ihn für Sie ein.

Wenn Sie so weit sind

Beschreiben Sie in Ruhe, was Sie sich vorstellen. Wir melden uns ohne Zeitdruck und bringen Sie mit Steinmetzbetrieben aus Ihrer Nähe zusammen. Oder rufen Sie an: 0351 27 59 38 50

Steinmetz in Ruhe anfragen
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